02.02.2011 - Beschluss zur Geschäftsführung der Zoo GmbH

Die SPD-Fraktion in der Regionsversammlung Hannover nimmt zur Kenntnis, dass sich Aufsichtsratsvorsitzender Jagau und Zoo-Geschäftsführer Machens in ihrem Gespräch am 28.01.2011 einvernehmlich über die zukünftige Entwicklung des Zoo Hannover geeinigt haben. In der gemeinsamen Erklärung wird deutlich die Notwendigkeit der Entwicklung eines Masterplans zum Ausdruck gebracht, um eine grundlegende konzeptionelle Ausrichtung des Zoos im Aufsichtsrat beschließen zu können.

Einvernehmlich wird ferner festgestellt: „Die an die Konzepterstellung anschließende Umsetzung erfordert allerdings eine zeitliche Perspektive von 5 bis 10 Jahren.“ Folgerichtig heißt es weiter: „Da Herr Machens für diesen langen Zeitraum nicht mehr zur Verfügung steht, ist in den Gremien zeitnah über die Staffelübergabe zu entscheiden.“

Die SPD-Fraktion hat beschlossen:

  1. Die SPD-Fraktion in der Regionsversammlung spricht sich dafür aus, die Frage der zukünftigen Geschäftsführung der Zoo Hannover GmbH mit einer langfristigen Perspektive zu verbinden. Dies schließt den Abschluss eines Geschäftsführervertrages für lediglich zwei oder drei Jahre aus.
  2. Der Aufsichtsratsvorsitzender Zoo wird gebeten sicherzustellen, dass eine überparteiliche Findungskommission für die Suche nach einer geeigneten Nachfolge eingerichtet wird.
  3. Der Aufsichtsratsvorsitzende wird weiterhin gebeten, eine einvernehmliche Lösung herbeizuführen, die das Wissen und die Erfahrung von Herrn Machens auch künftig für den Zoo nutzbar macht.

Begründung:

Im November 2011 endet der Vertrag des derzeitigen Geschäftsführers, K.M. Machens, ohne dass es hierfür einer Kündigung bedarf. Damals wurde die Vertragslaufzeit zu deutlich verbesserten Konditionen anders als üblich nicht für 5 Jahre festgelegt, sondern unter Berücksichtigung der Interessen von Herrn Machens für fast 6 Jahre. Sie endet exakt mit dem Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze von Herrn Machens.
Angesichts dieser Vertragskonstellation und der Aussage von Herrn Machens, maximal für einen Übergangszeitraum weiter als Geschäftsführer zur Verfügung zu stehen, ist es die Pflicht der Gesellschafter, die Weichen für eine auch weiterhin zukunftsorientierte Ausrichtung des Unternehmens zu stellen.
Um dies zu gewährleisten, ist in einer zeitlichen Perspektive von ca. 10 Jahren ein umfassender Masterplan zu entwickeln und umzusetzen.

Ziele müssen dabei sein:

  • die Attraktivität des Zoos zu erhalten,
  • Zukunftssicherung zu betreiben
  • und den bestehenden Sanierungsstau zu beheben.

Die Erstellung und Umsetzung des Masterplans wird der Schwerpunkt in der Tätigkeit der Geschäftsführung in dem genannten Zeitraum sein. Es ist zwingend, dass die Entwicklung und Umsetzung des Masterplans und damit die Planungs- und Umsetzungsverantwortung in einer Hand liegen müssen.

Eine zusammenhängende Gestaltung dieses Prozesses mit einer kurzfristigen Verlängerung des Vertrages mit Herrn Machens ist daher ausgeschlossen. Dies würde zu dem Problem führen, dass die neue Geschäftsführung einen Planungsansatz zu verwirklichen hätte, den sie sich nicht selber erarbeiten konnte.

Die neue Geschäftsführung hätte zudem den Vorteil, dass sich der aus dem vorhandenen Sanierungsstau ergebende Handlungsdruck noch nicht negativ auf die Attraktivität des Zoos für Besucher ausstrahlt und das Unternehmen durch den Erfolg von Yukon Bay eine Stabilisierung erfahren hat, die es ermöglicht, in ausreichender Zeit die nun notwendigen langfristigen Strategien zu entwickeln.

Um der Bedeutung des Zoos für die Region gerecht zu werden, soll die Suche nach einer neuen Geschäftsführung sachorientiert erfolgen. Daher soll eine überparteiliche Findungskommission unter Beteiligung der Gesellschafter und einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates gebildet werden.

Darüber hinaus soll geprüft werden, in welcher geeigneten Form das fachliche Know-how des aktuellen Geschäftsführers in die nun bevorstehenden Planungsschritte einbezogen werden kann.