Jugendwerkstätten warten immer noch auf die Einlösung der Versprechen von der Leyens

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Die SPD-Regionsfraktion hat am (heutigen) Donnerstag, 1. September, am Runden Tisch mit Maßnahmenträgern für Langzeitarbeitslose gesprochen. Ziel der Runde war es, die Auswirkungen der auf Bundesebene angekündigten Sparvorhaben darzustellen. Es wurde sehr schnell deutlich, dass den Jugendwerkstätten, die zum Beispiel Jugendlichen ohne Schulabschluss oder mit Drogenproblemen helfen, die Zuschüsse so zusammengekürzt werden, dass sie ihre Arbeit nicht mehr fortführen können.

Ingelore Holz, Geschäftsführerin der Werkstätten des Stadtkirchenverbands Hannover gemeinnützige GmbH, sagte dazu: „Frau Ministerin von der Leyen hat vor rund zwei Wochen hier in Hannover verkündet, dass es andere Fördertöpfe gebe, aus denen wir Geld für unsere Jugendarbeit erhalten können. Aber diese Töpfe passen nicht für unsere spezielle Arbeit mit den jungen Menschen. Wenn wir nicht eigenständige Förderung erhalten, werden wir keine Zukunft haben.“
Andreas Strauch, Leiter des Arbeitskreises Berufliche Bildung und Qualifikation, fasste am Endes des Gesprächs zusammen, „dass bislang keine konkreten Vorschläge aus dem Hause von der Leyen auf dem Tisch liegen, wie den Jugendwerkstätten geholfen werden kann. Frau von der Leyen offenbart sich einmal mehr als Ankündigungsministerin. Sie muss ihren Worten endlich Taten folgen lassen, sonst haben benachteiligte Jugendliche keine echten Chancen mehr.“
Die Notwendigkeit der Schaffung eines öffentlich geförderten Beschäftigungssektors wird angesichts der hohen Anzahl dauerhaft arbeitsloser Menschen immer größer, stellt Andreas Strauch als Fazit des Gesprächs am Runden Tisch fest.

v.l.n.r. hinten: Nada Nangia (AWO), Friedrich Noack (vhs Hannover Land), Reinhold Fahlbusch (fairKauf)

v.l.n.r. vorn: Horst Knoke (SPD), Klaus Brauer (SPD), Andreas Strauch (SPD), Liselotte Diehl-Wruck (Jugendwerkstatt „Roter Faden“), Ingelore Holz (Stadtkirchenverband)