Kommunale Trägerschaft des Klinikum Region Hannover (KRH) steht für Sozialdemokraten außer Frage

 

Vor dem Hintergrund der umfangreichen Presseerstattung nach dem Rücktritt des Aufsichtsratsvorsitzenden des KRH stellt die Vorsitzende der SPD-Regionsfraktion, Silke Gardlo, fest: "Ich bedauere, dass in unverantwortlicher Weise eine Krise unseres Klinikums herbeigeredet wird, die so nicht besteht. Wir alle sind uns der schwierigen aktuellen finanziellen Lage sehr wohl bewusst, die alle Krankenhäuser in ganz Niedersachsen bekanntlich gleichermaßen betrifft. Die Ursache...

...,wie wir alle wissen, in der –von der schwarz-gelben Bundesregierung gewollten – Unterfinanzierung der Krankenhäuser durch die Krankenkassen.
Was wir haben, ist eine Krise der Finanzierung des Gesundheitswesens als Aufgabe der öffentlichen Daseinsvorsorge.

Silke Gardlo betont ausdrücklich: "Die SPD steht zu Ihrem Wort, dass die Daseinsvorsorge in öffentlicher Hand zu organisieren ist. Das gilt für das Klinikum Region Hannover in besonderem Maße. Eine Privatisierung des KRH wird es mit uns nicht geben."

Sie fordert angesichts der aktuellen Lage sehr massiv die Vorlage eines Zukunftssicherungsprogramms ein und erwartet bis zur Sommerpause die Vorlage eines entsprechenden Eckpunktepapiers.
Sie sagt, sie gehe davon aus, dass „es durch eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten, der Geschäftsführung des KRH, den Beschäftigten des Unternehmens und dem Aufsichtsrat gelingen wird, die weiteren notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen dafür umzusetzen.“

Sie begründet das damit, dass die Geschäftsführung, zusammen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem Aufsichtsrat, bei der Fusion von 12 Einzelhäusern zu einem einheitlichen Unternehmen mit einem bundesweit anerkannten Ruf und einem hohen medizinischen Standard Hervorragendes geleistet hat.
Insoweit spricht sie auch weiterhin den Geschäftsführern Ohnesorg und Honsel ihr Vertrauen aus. Sie erwarte allerdings, dass die Geschäftsführung vertrauensvoll mit der zukünftigen Aufsichtsratsvorsitzenden zusammen arbeiten wird.

Zum Rücktritt von Erwin Jordan erklärt sie, dass Sie sie seine Entscheidung respektiere, sich aber zu den Hintergründen nicht äußern werde. Sie drückt ihre Anerkennung für sein Engagement und seine geleistete Arbeit mit den Worten aus: „ Erwin Jordan hat über viele Jahre hinweg an verantwortlicher Stelle die Position des KRH in der niedersächsischen Krankenhauslandschaft maßgeblich mitgeprägt. Dafür gebührt ihm auch unser Dank.“

„ Allerdings“, so schließt sie an, „ müssen wir jetzt nach vorne sehen und deswegen wünsche ich der zukünftigen AR-Vorsitzenden Andrea Fischer bei ihrer schweren Aufgabe viel Erfolg und vor allem eine glückliche Hand.“