Wie kann die Region Hannover den Radverkehr weiter stärken?

Karlheinz Mönkeberg, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Regionsfraktion
 

Die verkehrsbedingten CO2-Emmissionen können durch einen höheren Radverkehrsanteil deutlich reduziert werden. Deshalb unterstützt die SPD-Fraktion auch die Erkenntnisse aus dem Verkehrsentwicklungsplan pro Klima (VEP pro Klima) der Region Hannover, den Radverkehrsanteil in der Region Hannover deutlich zu erhöhen. Bisher wurde die Radverkehrsförderung in der Region in verschiedenen Konzepten verfolgt.

 

Die Regionsverwaltung hat unlängst mit dem Handlungskonzept Radverkehr „umsteigen: aufsteigen“ einen wichtigen Bauteil des VEP pro Klima vorgelegt und auf dem Weg gebracht.

„Dieses begrüßen wir außerordentlich“, so Karlheinz Mönkeberg, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Regionsfraktion, „denn damit wird ein verbindlicher Rahmen geschaffen, das Radverkehrssystem in der Region Hannover weiter zu entwickeln. Die stärkere Verlagerung des motorisierten Individualverkehrs auf den Radverkehr ist unser angestrebtes Ziel“.

Dies kann natürlich nur der erste Schritt sein, jetzt müssen konkrete Umsetzungsschritte eingeleitet und die Maßnahmen konkretisiert werden.

Das regionale Radverkehrsnetz muss weiter ausgebaut werden. Ein Vorrangnetz für den Alltagsverkehr sollte künftig das Netz für den Freizeitverkehr ergänzen. Es müssen weitere qualitativ hochwertige Fahrradabstellanlagen in den Kommunen installiert werden. Mittels eines Qualitätsmanagements bzw. einer Qualitätssicherung muss sichergestellt werden, dass die bestehenden Radwege auch über Jahre befahrbar bleiben. Es ist auch nötig, die Radverkehrsführung in den Ortschaften zu optimieren, um das Unfallrisiko zu minimieren.

Generell spielt die Erhöhung der Verkehrssicherheit für Radfahrende eine große Rolle, das kann z.B. durch Maßnahmen zur Verbesserung der Sichtverhältnisse geschehen. Die Fahrradmitnahme in den Bussen und Bahnen des GVH könnte wie der kapazitätsorientierter Ausbau von Bike und Ride-Systemen ebenfalls noch optimiert werden.

Die Umsetzung der obigen Maßnahmen ist jedoch nicht zum Nulltarif zu haben, geschätzt ist eine Steigerung des Etats für den Radverkehr um ca. 1 Mio. € pro Jahr. Selbstverständlich muss der Umsetzungsprozess gemeinsam mit den Kommunen, Verbänden und Bürgerinnen und Bürgern gestaltet werden.