Roboterfabrik - Die Zukunft beginnt in Hannover

Silke Gardlo, Vorsitzende der SPD-Regionsfraktion Hannover
 

Die SPD-Regionsfraktion unterstützt die Bemühungen der Regionsverwaltung, sehr frühzeitig in die Förderung von jungen Menschen zu investieren, um für die künftigen arbeitsmarktpolitischen Herausforderungen, die durch die vierte industrielle Revolution (Stichwort Industrie 4.0) gestellt werden, gewappnet zu sein.

 

Dazu erklärt die Fraktionsvorsitzende Silke Gardlo:

Dies ist ein guter Schritt für die Region Hannover. Wir begrüßen es, dass die Verwaltung den Vorstellungen der SPD-Fraktion folgt, Spitzentechnologie zu fördern, um die Region zukunftsfähig zu gestalten! Dazu gehört eben auch die Förderung einer Lernfabrik für die Entwicklung und Gewinnung neuer und intelligenter Industrie- und Serviceroboter der Generation Industrie 4.0, denn  es dauert nicht mehr lange, dass gerade in diesem skizzierten Bereich bundesweit  Fachkräftemangel bestehen wird“. Die besondere Bedeutung für die regionale Wirtschaft und für die mittelständigen Unternehmen liegt darin, dass diese nicht in der Lage sind, die Ausbildung alleine zu gestalten.

„Unser Ansatz ist es, hier hilfreich zur Seite zu stehen, um die Zukunftsfähigkeit unserer Region zu gewährleisten“, betont Silke Gardlo abschließend.“


Zum Sachverhalt:
Das Institut für Regelungstechnik der Leibniz Universität hat ein Projekt für Schulungen zur Ausbildung und Qualifizierung von Personen, insbesondere von jungen Menschen, die die neue Generation von Industrie- und Serviceroboter bedienen können, entwickelt.Die Zielsetzung besteht darin, junge Menschen von Anfang in dieses zukunftsorientierte Themenfeld einzubinden und eine Generation von „Robotic Natives“ für die Industrie 4.0, analog zu den „Digital Natives“ der dritten Generation zu qualifizieren. Die frühzeitige Ausbildung ist bereits in der jetzigen Zeit sehr wichtig, auch wenn der Einsatz moderner Roboter noch in der Entwicklungsphase steckt. Professor Sami Haddadin von der Leibniz-Universität hat den wirtschaftspolitischen Sprechern der Regionsfraktionen im Ausschuss für Wirtschaft und Beschäftigung sehr ausdrucksvoll die zukünftige Entwicklung von neuartigen Industrie- und Servicerobotern nahegelegt und das Projekt, das über vier Jahre angelegt ist, ausführlich erläutert.In der Robotikausbildung sollen andere Institutionen (Roberta Regiozentrum der Region Hannover und die Beschäftigungsförderung der Region Hannover) mit einbezogen werden.Das Ziel der „Roboterfabrik“ ist es, der kommenden Generation der „Robotic Natives“ ein integriertes und durchgängiges Ausbildungsangebot zu bieten, welches den Brückenschlag von der Schule bis in die Robotik-Ausbildung an der LUH schafft.  Dieses Ziel soll mit innovativen Lehrkonzepten erreicht werden, die nicht nur der technischen Ausbildung dienen, sondern auch dem Erwerb von Fähigkeiten in den Bereichen Teamwork, Time-Management und Kreativität. Die „Roboterfabrik“ soll darüber hinaus durch die Kooperation mit führenden Industriepartnern wie z.B. der KUKA AG, welche die für die praxisnahen Lehrmodule passenden Systeme bereitstellt, die strategische Verknüpfungvon Schule, Universität und Industrie ermöglichen. In einer späteren Phase des Projektes sollen die Konzepte und Erfahrungen, die aus dem Betrieb der „Roboterfabrik“ gewonnen werden, gemeinsam mit der Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung und der Industrie- und Handelskammer (IHK) herangezogen werden, um auch neue und attraktive Angebote rund um das Thema Robotik für die niedersächsische Berufsausbildung zu ermöglichen. Hierbei soll auch die Zusammenarbeit mit den Berufsbildenden Schulen in der Region Hannover ausgebaut werden. Schließlich ist die „Roboterfabrik“ der erste zentrale Baustein, um Hannover zu einem der führenden Robotikstandorte zu entwickeln.