Aus der Regionsversammlung: Rede zur Aktuellen Stunde | 8. März, Internationaler Frauentag | Wie setzt die Region geschlechtergerechte Teilhabe in Verwaltung und Politik um?

Cornelia Busch, gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Regionsfraktion HannoverFoto: Cornelia Busch
 

Die gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Regionsfraktion Hannover, Cornelia Busch, sagte dazu:

- Es gilt das gesprochene Wort -

Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrte Damen und Herren,

im Juni letzten Jahres wurde die Region Hannover mit dem 1. Platz des Gender Award 2018 für ihre vorbildliche Gleichstellungsarbeit geehrt und von der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen damit als "Kommune mit Zukunft" ausgezeichnet.

 

Ich zitiere die Jury: „Die Region Hannover hat es geschafft, eine hervorragende Struktur für Gleichstellungsarbeit in der Region aufzubauen".

Wenn also die Frage dieser Aktuellen Stunden heute lautet: „Wie setzt die Region geschlechtergerechte Teilhabe in Verwaltung und Politik um?“ muss eine Antwort lauten: „Offenbar nicht allzu schlecht!“.

Und: hätten die Antragssteller der Aktuellen Stunde die entsprechende Pressemitteilung der Region Hannover zur Preisvergabe gelesen, dann hätten sie sich die Frage auch selbst beantworten können. Hier werden exemplarisch die Maßnahmen, Aktionen, Netzwerke sowie die konkrete Umsetzung in alltäglicher Arbeit der Verwaltung anschaulich beschrieben. Zusammen mit den vielen dort gar nicht genannten Aspekten, ergibt sich ein großes Bündel an gleichstellungspolitischen Herausforderungen, die in der Region Hannover offensichtlich im wahrsten Sinne des Wortes „ausgezeichnet“ erledigt werden.

Lassen sie mich nur einige wenige nennen:

  • Die Koordinierungsstelle Frau und Beruf, die Frauen mit Familie beim beruflichen Wiedereinstieg oder der Neuorientierung unterstützt.

  • Das Forum gegen häusliche Gewalt als Vernetzung der lokalen Runden Tische gegen Häusliche Gewalt in den Kommunen mit den Frauenhäusern und der BISS-Beratung.

  • Das Aktionsbündnis „Stoppt sexualisierte Gewalt!“ mit der Forderung gegen Sexismus vorzugehen hat in den vergangenen Jahren mit der Aktion „One Billion Rising“ auf sich aufmerksam gemacht.

  • Der Markt der Möglichkeiten, bei dem die Frauenberatungsstellen der Region Hannover sich präsentiert haben und

  • viele weitere Veranstaltungen im Haus der Region zu gleichstellungspolitischen Fragestellungen.

  • Der regelmäßig veröffentlichte Gleichstellungsplan als Gradmesser und Impulsgeber für Ziele und Maßnahmen zur Durchsetzung der Gleichberechtigung von Männern und Frauen in der Regionsverwaltung.

Und die Politik?

Wie bei kaum einem anderen Thema unterstützen die politischen Gremien der Region die Verwaltung und das Team Gleichstellung bei ihrer Arbeit.

Bei eigenen Ideen und Impulsen aus der Politik arbeiten die demokratischen Fraktionen fraktionsübergreifend sachlich an den besten Lösungen. So wurden beispielsweise die Herausforderungen der Hebammen mit Arbeitsbedingungen, Ausbildung und knappen Ressourcen von der Regionspolitik thematisiert und mit der Einrichtung eines Runden Tisches und den darauf folgenden Maßnahmen aktiv begleitet.

In der letzten Zeit wurden z.B. neue Wege sowohl bei der Hilfe für von Gewalt betroffenen Frauen, als auch bei den Hilfen für obdachlose Frauen – nach intensiven Beratungen in den politischen Gremien – breit von der Politik in der Region Hannover getragen.

Dies alles sind nur wenige Beispiele, wo Verwaltung und Politik in der Region Hannover geschlechtergerechte Teilhabe umsetzen und ohne Zweifel ist in diesem wichtigen Themenfeld noch viel zu tun.

Mit dieser engagierten Verwaltung und uns als engagierten Politikerinnen und Politikern werden wir aber mit aktuellen wie kommenden Herausforderungen weiterhin „ausgezeichnet“ umzugehen wissen.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.