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Gruppenfoto Foto: SPD-Regionsfraktion Hannover

17. Februar 2020: Die SPD vor Ort beim Projekt Wohnen und Arbeiten (WundA)

„Ich habe drei Jahre auf der Straße gelebt, bevor ich hierher kam.“ Solche Geschichten hört man oft, wenn es um das Projekt von Pro Beruf geht, das unter dem eingängigen Kürzel „WundA“ seiner Arbeit in der Hannoveraner Innenstadt nachgeht. Hierher kommen Jugendliche, die von zu Hause aus schwierigen familiären Situationen ausgebrochen sind, die Drogen konsumieren, überschuldet sind und sich bei Freunden und Bekannten meist von einer Couch zur nächsten durchschlagen – zumindest, wenn sie Glück haben.

Bei WundA bekommen sie ein Zimmer, einen eigenen Rückzugsraum, aber auch eine Tagesstruktur und die Möglichkeit, etwas zu lernen. Es wird gemeinsam gekocht und gegessen, außerdem lernen die Jugendlichen handwerkliche Fähigkeiten, Tricks und Kniffe bei der Jobsuche und Bewerbung – und nicht zuletzt auch, wie wichtig es ist, bestimmte Regeln einzuhalten. Das muss man wollen, und es ist nicht für Jeden etwas. Bevor man bei WundA ein Zimmer bekommt, muss man deshalb drei Tage lang hospitieren und entscheiden, ob man bereit ist die Regeln und die Tagesstruktur dort einzuhalten. Nach einem Jahr bei WundA sollen die Jugendlichen eine Perspektive und vor allen Dingen eine Vorstellung von ihren nächsten Schritten entwickelt haben. Wie dieses Ziel jedoch aussieht, das hängt von der individuellen Lebenssituation der Jugendlichen ab.

Mitglieder der SPD-Regionsfraktion haben WundA am 17. Februar 2020 in der Leinstraße 18 besucht, um sich selbst ein Bild von dem durch die Region geförderten Projekt zu machen. Neben den Wohnungen und Gemeinschaftsräumen des Projekts haben wir auch die Beratungsstelle für Wohnungsnotfälle im Nachbargebäude besichtigt, mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, und nicht zuletzt auch mit den Jugendlichen selbst, gesprochen. Was bleibt, sind Eindrücke eines einmaligen Projekts, dessen Entwicklung wir auch in Zukunft weiter gespannt verfolgen und unterstützen werden.

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