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Frank Straßburger Foto: Frank Straßburger

19. Juni 2020: Einführung eines On-Demand-Verkehrssystems – Die Region geht neue Wege zur Attraktivitätssteigerung des ÖPNVs im ländlichen Raum

Mit der jetzt vorliegenden und im nächsten Verkehrsausschuss vorgestellten Drucksache wird vorgeschlagen, in drei Pilotkommunen (Springe, Wedemark und Sehnde) das sogenannte On-Demand-Verkehrssystem zu testen. Dieses Projekt wird die Region Hannover gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen ÜSTRA und regiobus ab Sommer 2021 durchführen.

Dafür wird ein Betreiber mittels Ausschreibung gesucht, der dann den Fahrbetrieb incl. Bereitstellung der Fahrzeuge und des Fahrpersonals durchführt.

Das On-Demand-System, d.h. ein ergänzendes ÖPNV-Angebot auf Abruf/Anforderung soll gerade im ländlichen Raum Bestandteil eines ganzheitlichen Mobilitätskonzeptes sein und im Verkehrsverbund GVH mit seinem Verbundtarif integriert werden. Das heißt, auch die Standards des Nahverkehrsplans, wie z.B. die Barrierefreiheit, sollen dabei berücksichtigt werden.

Die drei ausgewählten Testgebiete sind in ihrer Struktur sehr unterschiedlich. In Springe ist eine flächige Anwendung in den Stadtteilen vorgesehen, in der Wedemark soll das Anrufsammeltaxi-Angebot ersetzt und in Sehnde das Linien-und Ruftaxiangebot auf den Linien 371 und 372 ersetzt werden.

„Wir freuen uns sehr, dass mit diesem Projekt ein weiterer Baustein aus dem 10-Punkte-Papier zur Verkehrswende angegangen wird,“ so Frank Straßburger, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Regionsfraktion.

Dieses System ist eine sinnvolle Ergänzung zum Regelangebot des GVH. Besonders im ländlichen Raum kann der Linienverkehr kaum noch zu akzeptablen Kosten fahren.

Um die Mobilität in ländlichen Gebieten der Region Hannover auch ohne Auto weiterhin zu ermöglichen und zukunftsfähig zu gestalten, ist diese flexible Bedienformen unumgänglich.

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