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Sven Rühmeier Foto: Sven Rühmeier
In der heutigen Regionsversammlung wurde der auf Initiative der SPD-Regionsfraktion eingebrachte Antrag Beitritt zum Bündnis: „Niedersachsen hält zusammen“ mit großer Mehrheit beschlossen. Der Regionsabgeordnete Sven Rühmeier sprach dazu:

– es gilt das gesprochene Wort –

Sehr geehrter Herr Vorsitzender,
sehr geehrte Damen und Herren,
die Covid-19-Krise hat alle Bereiche unseres Lebens auf die Probe gestellt. Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik mussten neue Lösungen für neue Probleme finden. Liebgewonnenes und Gewohntes musste aufgegeben, alte Wege mussten hinterfragt werden.

Die negativen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, neben den Erkrankungsfällen selbst, sehen wir mittlerweile deutlich: Unsere Volkswirtschaft befindet sich in einer tiefen Krise, die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt haben sich deutlich eingetrübt, häusliche Gewalt hat zugenommen, Kinder, Jugendliche und Ältere Menschen litten und leiden besonders unter der räumlichen Isolation. Zukunftsplanung ist zurzeit für alle schwierig bis unmöglich. Politik und Verwaltung unternehmen gewaltige Kraftanstrengungen, um die Folgen der Krise zu effektiv wie möglich abzumildern und neue Perspektiven zu eröffnen.

Doch reiner Pragmatismus ist es nicht allein. In diesen Zeiten brauchen wir auch das Gefühl, uns untereinander vertrauen und uns aufeinander verlassen zu können. Dafür tritt das Bündnis „Niedersachsen hält zusammen“ an. Dort schließen sich Politik und Zivilgesellschaft zusammen, um ein Zeichen zu setzen. Ein Zeichen dafür, dass wir als Gesellschaft gemeinsam durch diese Krise gehen und niemand zurückgelassen werden soll. Gründungsmitglieder sind unter anderem die Landtagsfraktionen der SPD, CDU, Grünen und FDP, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Unternehmerverbände Niedersachsen. Sie sehen: Hier sind alle Bereiche vertreten.

Und so vielfältig wie die Unterstützerinnen und Unterstützer, so vielfältig sind auch die Aktionen: Das Bündnis unterstützt Aktionen zum Maskennähen, Malaktionen für Kinder, kleine Konzerte, Seelsorgearbeit per Telefon, Nachbarschaftshilfe beim Einkaufen und, und und. Hier wird also sehr viel dafür getan, dass Menschen trotz physischer Distanz zusammenkommen und eben kein „social distancing“ betreiben. Wir als SPD-Fraktion finden, die Region Hannover sollte sich diesem Bündnis ebenfalls anschließen. Die Region identifiziert sich mit denselben Werten, mit denen auch „Niedersachsen hält zusammen“ antritt: Eine demokratische, tolerante und, insbesondere in diesen Zeiten, solidarische Gesellschaft. Lassen Sie uns also dazu beitragen, in der Zeit der Krise diese Botschaft zu senden: Die Region hält zusammen - Niedersachsen hält zusammen.

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