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Gruppenfoto Foto: SPD-Regionsfraktion Hannover

17. September 2020: SPD-Regionsfraktion unterwegs: Besuch bei der JA-Gastechnology GmbH in Burgwedel

JA-Gastechnology (JAG) ist ein international agierendes mittelständisches Technologieunternehmen, das im Bereich innovativer Gastechnology mit Schwerpunkt Wasserstoff und Kalibriergassystemen tätig ist.
Die erste Kontaktaufnahme mit dem Unternehmen ergab sich bei unserem Forum Brennstoffzelle mit der Fragestellung „Wasserstoff – Treibstoff für die Verkehrswende?“, bei dem auch Geschäftsführer Jens Asmuth auf dem Podium gesessen hatte. Der dort ausgesprochenen Gegeneinladung zu einem Unternehmensbesuch, sind wir jetzt gerne nachgekommen.
Vier Personen lassen sich vor einer technischen Anlage im Außenbereich ein technisches Gerät erläutern Foto: SPD-Regionsfraktion Hannover

Hauptsegmente des Unternehmens sind u.a. Wasserstofftankstellen mit dem Ziel der grünen Wasserstofferzeugung sowie Wasserstoffanwendungen auf Prüfständen in der Forschung und Entwicklung für die Brennstoffzellen-Fahrzeugentwicklung. Im Bereich hochreiner Kalibriergasanwendungen für die Abgasmesstechnik ist das Unternehmen führender Anbieter. Seit 2014 beschäftigt sich JAG mit dem Thema Wasserstoffanwendungen in der E-Mobilität.

Führend in der Wasserstofftechnologie sind China, Japan aber auch Kanada und die USA und Deutschland in der Entwicklung und Umsetzung weit voraus.

Ziel ist es, „grüne“ Wasserstofftankstellen (mit ausschließlich aus erneuerbaren Energien und CO2-neutral hergestelltem Wasserstoff) zu betreiben. Zurzeit gibt es bundesweit jedoch nur „graue“ (mit aus fossilen Brennstoffen gewonnenem Wasserstoff) Wasserstofftankstellen.

Von der flächendeckenden Versorgung mit den entsprechenden Tankstellen (bundesweit wären mindestens 1.000 nötig), sind wir aber noch sehr weit entfernt. In Niedersachsen gibt es aktuell nur zehn Stück. Auch machen hohe Kosten, wenige Anbieter, anspruchsvolle Technik und komplizierte Genehmigungsverfahren einen schnellen Ausbau sehr schwierig.

Wirklich Bewegung gibt es nur im Bereich der Nutzfahrzeuge. Leider nutzt VW, als großer Nutzfahrzeugbauer nicht die Chance hier offensiv in die zukunftweisende Technik einzusteigen.

Das heißt, es gibt auf allen Ebenen noch sehr viel zu tun. Aber es lohnt sich, denn die mit Wasserstoff angetriebene Brennstoffzelle ist das Modell der Zukunft. Sie sind nämlich nicht nur CO2 neutral, sondern komplett immissionsfrei.

Zurzeit sind im Unternehmen ca. 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Jedoch sind die Auswirkungen der Coronakrise nicht spurlos vorbeigegangen, so wurde Kurzarbeit in Anspruch genommen, Entlassungen konnten aber vermieden werden.

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