Migrationsberatung für Neuzugewanderte einrichten
Antrag der Fraktion SPD/GRÜNE vom 2. Juli 2014

Beschlussvorschlag:

Die Region Hannover wird beauftragt im Rahmen des Aufbaus einer Willkommenskultur eine eigene Migrationsberatung, in Ergänzung zum Angebot der Landeshauptstadt Hannover, einzurichten.

Sachverhalt:
Die Ausländerbehörde der Region Hannover ist zuständig für die Einwohnerinnen und Einwohner mit ausländischer Staatsangehörigkeit, die in den 20 Umlandkommunen der Region leben; die Landeshauptstadt Hannover unterhält eine eigene Ausländerbehörde. In den Räumen der Stadt wird, auf freiwilliger Basis, eine Migrationsberatung angeboten, die vorrangig Neuzugewanderte aus dem Ausland mit einem auf Dauer angelegten Aufenthalt bei Ihrer sprachlichen, schulischen, beruflichen und sozialen Eingliederung unterstützt – alle anderen Personen werden selbstverständlich bedarfsgenau weitervermittelt. Rein formal haben Neuankömmlinge im gesamten Regionsgebiet die Möglichkeit, die Beratung der LHH in Anspruch zu nehmen. Das Angebot der Region Hannover soll keinesfalls eine Konkurrenz darstellen, sondern eine Ergänzung sein, denn leider nehmen nur einzelne aus dem Umland den Weg vom Gebäude der Region in das Gebäude der LHH auf sich, um sich beraten zu lassen. Hier scheint es ein Hemmnis zu geben, das es abzubauen gilt.

Die Region Hannover befindet sich im Projekt „Neuausrichtung der Ausländerbehörde zur Partnerin im Integrationsprozess“ um eine ausgeprägte Willkommens- und Anerkennungskultur zu entwickeln. Daher wird es als unerlässlicher, integraler Bestandteil erachtet, in Ergänzung zum Angebot der LHH, eine eigene Migrationsberatung im Gebäude der Ausländerbehörde einzurichten.