Newsletter: Newsletter der SPD-Regionsfraktion Hannover - Ausgabe Juli 2026
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
die schrecklichen Ereignisse in Stade haben Politik und Verwaltung fassungslos gemacht. Aus Respekt vor den Opfern haben wir die letzte Regionsversammlung vor der Sommerpause in einer deutlich verkürzten Form durchgeführt. Sie wurde mit einer Schweigeminute eröffnet und es wurden - ohne Redebeiträge - ausschließlich die unbedingt erforderlichen Punkte abgestimmt. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen und allen, die diesen Verlust tragen müssen.
Auch wenn es schwer fällt, wieder zum Alltäglichen zurückzukehren, wollen wir doch über die Arbeit der Fraktion in den zurückliegenden Wochen berichten. Bereits im Mai und Juni haben haben wir - quer durch viele Themen - wieder Besuche und Gespräche durchgeführt. Über all das und unser neues Sprecher-Interview, diesmal mit Jonas Farwig, unserem verkehrspolitischen Sprecher, berichtet dieser Newsletter.
Ich wünsche Ihnen und Euch eine erholsame Sommerzeit.
Regina Hogrefe
Vorsitzende der SPD-Regionsfraktion Hannover
+++ Von unseren Veranstaltungen +++
Satt lernt besser! - SPD-Regionsfraktion startet Debatte über kommunale Regionsküchen für Schulen
Die SPD-Regionsfraktion der Region Hannover lud am 26. Mai 2026 zur Veranstaltung „Satt lernt besser!“ ins Haus der Region Hannover ein. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie eine gesunde, qualitativ hochwertige und familienentlastende Mittagsverpflegung an Schulen künftig organisiert werden kann. Die mit mehr als 60 sachkundigen Teilnehmenden sehr gut besuchte Veranstaltung knüpfte an den gemeinsamen Antrag von SPD und Bündnis 90/Die Grünen zur Prüfung einer bzw. mehreren kommunalen „Regionsküchen“ an.
Ziel ist es, die Voraussetzungen für eine nachhaltige, flächendeckende und bezahlbare Schulverpflegung in der Region Hannover zu schaffen.
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Regina Hogrefe, Vorsitzende der SPD-Regionsfraktion, eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die Gäste auf dem Podium sowie im Saal. Sie betonte, dass sich die SPD-Regionsfraktion beim Thema Schulverpflegung „in einem historischen Momentum“ befinde: „Städte wie Rostock oder Göttingen haben sich bereits auf den Weg gemacht, und viele weitere Kommunen beschäftigen sich ebenfalls mit dem Thema. Diese Gleichzeitigkeit zeigt: Gutes und leckeres Essen für Kinder und Jugendliche ist ein gesamtgesellschaftliches Anliegen.
Es fördert Bildungsgerechtigkeit, entlastet Familien und ist ein wichtiger Baustein für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“ Weiter erläuterte Hogrefe, dass die SPD-Regionsfraktion eigens eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe eingerichtet habe, in der Abgeordnete aus verschiedenen Fachbereichen zusammenarbeiten, um die unterschiedlichen Perspektiven und Expertisen zusammenzuführen.
Eva Bender, Dezernentin für Kultur und Bildung der Landeshauptstadt Hannover, führte als Impulsgeberin in das Thema ein. Im Anschluss diskutierten Expert*innen aus Politik, Landwirtschaft, Schulwesen und Lebensmittelverarbeitung in drei sogenannten „Power-Talk“-Runden darüber, wie gesundes Mittagessen organisiert werden kann, wie eine Regionsküche konkret arbeiten könnte und wie Familien organisatorisch entlastet werden können.
Zu den Podiumsgästen gehörten unter anderem Joachim Banse von der Hofmolkerei Banse, Nadine Ziegler von der BBS 2 Hannover als Schule für gastronomische Ausbildungsberufe, die Geschäftsführerin Anja Holmer von Pro Beruf sowie Moritz Feldkamp stellvertretend für den Regionsschüler*innenrat. Auch Vertreter*innen aus Schule, Wirtschaft und Elternschaft brachten die Perspektiven aus dem Alltag ein und lieferten damit wichtige Impulse für die politische Debatte.
Thilo Scholz, schulpolitischer Sprecher der SPD-Regionsfraktion, und Walter Zychlinski, stellvertretender Sprecher für Schule, Kultur und Sport, moderierten die jeweils 15-minütigen Gesprächsrunden. Johannes Seifert, jugendpolitischer Sprecher der SPD-Regionsfraktion, koordinierte die Zeitabläufe und moderierte den Austausch mit dem Publikum im Anschluss an die Diskussionen.
Die SPD-Regionsfraktion sieht in einer kommunalen Regionsküche die Chance, verbindliche Qualitätsstandards festzulegen, regionale Lieferketten zu stärken und die Versorgungssicherheit an Schulen langfristig zu verbessern. Gleichzeitig sollen soziale Aspekte, Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Tragfähigkeit berücksichtigt werden.
Thilo Scholz zog zum Abschluss ein positives Fazit der Veranstaltung: „Gutes Essen ist ein wichtiger Bestandteil von Bildungsgerechtigkeit. Kein Kind sollte hungrig lernen müssen. Mit der Idee von Regionsküchen wollen wir neue Wege gehen, um Qualität, Verlässlichkeit und soziale Teilhabe zusammenzubringen. In den vergangenen Monaten haben wir zahlreiche Gespräche geführt, Informationen gesammelt sowie Küchen und Inklusionsbetriebe besucht. Die heutige Veranstaltung verstehen wir als wichtigen Impuls und zugleich als Auftrag, die Idee einer guten Schulessen-Versorgung in der Region Hannover konsequent weiterzuverfolgen – gemeinsam mit allen Beteiligten. Wir wollen keine Politik machen, die an der Lebensrealität vorbeigeht, sondern gemeinsam praktikable Lösungen entwickeln und umsetzen.“
+++ Aus der Regionsversammlung +++
REGIONSVERSAMMLUNG KURZ UND KNAPP
Die Regionsversammlung am 30. Juni 2026 wurde aufgrund der schrecklichen Ereignisse in Stade deutlich gekürzt. Themen waren u.a.:
- Programm gegen Jugendarbeitslosigkeit: Ausbildungslots:innen an sechs weiteren Schulen
- Gemeinsame Antidiskrimierungsstelle mit der Landeshauptstadt Hannover
- ÖPNV-Fahrplanmaßnahmen 2027
- Umzug des ÜSTRA-Servicecenters
- Baumaßnahmen an der Förderschule Gutzmannschule und der Berufsbildenden Schule in Neustadt
Die nachfolgenden Redebeiträge der Abgeordneten wurden nicht in der Regionsversammlung gehalten.
Interessierte finden die Drucksachen sowie weitere Sitzungstermine und Tagesordnungen zu den Regionsversammlungen und den Sitzungen der Fachausschüsse hier: https://ris.hannit.de/public/
Programm gegen Jugendarbeitslosigkeit: Förderung des Projektes „Ausbildungslots*innen 2026-2029“ an sechs neuen Schulen und Förderung des Projektes “CORA Connect”
Vorgesehener Redebeitrag des Sprechers für Wirtschaft und Beschäftigung, Dr. Robert Schmitz.
Frau Vorsitzende, sehr geehrte Damen und Herren,
ein missglückter Start ins Berufsleben in Form von Jugendarbeitslosigkeit ist eine Zeitbombe. Betroffene müssen nicht nur für kürzere oder längere Zeit auf ein reguläres Einkommen verzichten, sondern bestimmte Probleme pflanzen sich fort.
Dabei geht es um negative Auswirkungen auf die Sozialisation und auch auf die späteren beruflichen Möglichkeiten.
Es gibt effektive Methoden, um Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen. Ein zunächst einmal einfacher Ansatz entsteht daraus, dass es Jugendliche gibt, die keinen Ausbildungsplatz finden, und gleichzeitig Firmen, die Ausbildungsplätze nicht besetzen können.
Hier bietet sich ein großes Potenzial, wenn man solche Jugendliche und Firmen zusammenbringt. Dabei ist insbesondere an die Mobilität der Jugendlichen und ihre berufliche Flexibilität zu appellieren.
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In diesem Sinne sind seit 2015 die Ausbildungslots*innen vor Ort an ausgewählten Schulen in der Region Hannover tätig. Mit diesem Angebot ist bereits eine fünfstellige Anzahl von Schülerinnen und Schülern aus Schulabgangsklassen und Vorabgangsklassen einbezogen worden.
Beginnend mit dem Haushalt für das aktuelle Jahr hat die Regionsversammlung beschlossen, dass für das Projekt „Ausbildungslots*innen 2026-29“ jährlich bis zu 200.000 € zusätzlich zur Verfügung gestellt werden.
Auf dieser Grundlage wird das Projekt der Ausbildungslots*innen mit der vorliegenden Beschlussdrucksache um sechs weitere Schulen auf dann 33 ausgeweitet. Das geschieht in Verzahnung mit dem Projekt „Startklar“, das vom Jobcenter Region Hannover finanziert wird.
Mit diesen beiden Projekten wird gemeinsam an den ausgewählten Schulen ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit geleistet.
Des Weiteren wird mit der Drucksache das Projekt „CORA Connect“ gefördert, das mit einer App ebenfalls die Kontaktmöglichkeiten
zwischen Jugendlichen und Betrieben verbessern soll.
Auch ein Zusammenspiel der Ausbildungslots*innen mit „CORA Connect“ ist geplant.
Wir als SPD-Regionsfraktion Hannover begrüßen die aus dem Haushaltsantrag folgende Beschlussdrucksache ausdrücklich, weil uns die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit ein besonders großes Anliegen ist!
Wir bitten um Zustimmung!
Vielen Dank!
Kooperationsvereinbarung mit der Landeshauptstadt Hannover über den gemeinsamen Betrieb einer Antidiskriminierungsstelle
Vorgesehener Redebeitrag der integrationspolitischen Sprecherin Parisa Hussein-Nejad
Frau Vorsitzende,
meine Damen und Herren,
heute ist ein wichtiger Tag. Nach vielen Jahren der Diskussion und politischen Forderungen schaffen wir nun die Voraussetzungen dafür, dass Menschen aus der Region Hannover künftig ein verlässliches Angebot der Antidiskriminierungsberatung nutzen können.
Als SPD-Fraktion freuen wir uns sehr, dass es gelungen ist, gemeinsam mit der Landeshauptstadt Hannover eine tragfähige Lösung zu entwickeln. Statt neue Parallelstrukturen aufzubauen, stärken wir eine bestehende und erfahrene Einrichtung und sorgen dafür, dass dieses Angebot künftig auch für die Menschen in der Region Hannover in ausreichendem Umfang zur Verfügung steht.
Für viele Menschen ist Diskriminierung zunächst ein abstrakter Begriff. Wer aber schon einmal erlebt hat, aufgrund seines Namens, seiner Hautfarbe, seines Glaubens, seines Geschlechts, einer Behinderung oder eines anderen Merkmals anders behandelt zu werden, weiß, was dahintersteht.
Diskriminierung bedeutet oft, dass Zugänge erschwert oder verwehrt werden – zu Wohnraum, zu Arbeit, zu Bildung, Weiterbildung oder gesellschaftlicher Teilhabe. Und häufig kommt zu dieser Erfahrung noch ein Gefühl der Ohnmacht hinzu. Besonders dann, wenn Menschen nicht wissen, welche Rechte sie haben, an wen sie sich wenden können oder welche Möglichkeiten ihnen zur Verfügung stehen.
Genau hier setzt Antidiskriminierungsberatung an.
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Sie unterstützt Menschen dabei, ihre Situation einzuordnen, Handlungsmöglichkeiten zu erkennen und die notwendigen nächsten Schritte zu gehen. Sie ist aber auch Hilfe zur Selbsthilfe. Sie macht deutlich, dass Diskriminierung nicht einfach hingenommen werden muss und dass es in unserem Rechtsstaat Regeln, Werte und Schutzmechanismen gibt, die für alle Menschen gelten.
Gleichzeitig richtet sich Antidiskriminierungsarbeit nicht nur an die Betroffenen. Sie schafft Bewusstsein, sensibilisiert und trägt dazu bei, Diskriminierung frühzeitig zu erkennen und ihr vorzubeugen. Denn Benachteiligungen entstehen nicht immer aus böser Absicht. Oft wirken Vorurteile, Routinen oder Strukturen, die Menschen ungewollt ausschließen.
Deshalb ist Antidiskriminierungsarbeit immer auch Demokratiearbeit.
Unser Grundgesetz beginnt mit dem Satz: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Dieser Satz muss für alle Menschen gelten – unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht, Hautfarbe, Behinderung oder sexueller Identität.
Mit der heutigen Entscheidung schaffen wir ein Instrument, das dazu beiträgt, dass Menschen diese Grundwerte nicht nur auf dem Papier lesen, sondern im Alltag erfahren können.
Für mich zeigt sich die Stärke unserer Demokratie genau an solchen Stellen: nicht darin, dass wir Werte und Rechte aufschreiben, sondern darin, dass wir Instrumente schaffen, die dafür sorgen, dass diese Werte und Rechte auch im Alltag wirksam werden.
Demokratie wird nicht allein durch Worte und Gesetze lebendig. Demokratie wird dann lebendig, wenn Menschen erleben, dass Würde, Gleichbehandlung und Teilhabe keine Versprechen auf dem Papier bleiben, sondern gelebte Realität sind.
Denn Zugehörigkeit entsteht nicht allein auf dem Papier. Zugehörigkeit entsteht durch die Erfahrung, gesehen, respektiert und gleichwertig behandelt zu werden.
Umgekehrt hinterlassen Diskriminierungs- und Ausgrenzungserfahrungen oft tiefe Spuren. Sie führen dazu, dass Menschen, die vielleicht schon seit vielen Jahren oder sogar Jahrzehnten hier leben, trotzdem nicht das Gefühl haben, wirklich angekommen zu sein oder als gleichwertiger Teil dieser Gesellschaft anerkannt zu werden.
Menschen, die erleben, dass ihre Anliegen ernst genommen werden, dass sie Unterstützung erfahren und dass ihre Würde geschützt wird, tragen diese Erfahrungen weiter – in ihre Familien, Freundeskreise, Communities und ihr gesellschaftliches Umfeld.
Und genau darin liegt eine besondere Stärke dieser Arbeit: Sie wirkt weit über den einzelnen Beratungsfall hinaus. Sie stärkt Vertrauen in unsere Institutionen, in unseren Rechtsstaat und in das gesellschaftliche Miteinander. Sie stärkt die Zivilgesellschaft.
Denn wer Fairness, Respekt und Gleichwertigkeit erlebt, ist auch eher bereit, sich einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und unsere Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Das gilt insbesondere für Menschen, die selbst Ausgrenzung erfahren haben. Wenn sie erleben, dass ihre Rechte geschützt werden und sie als gleichwertiger Teil dieser Gesellschaft anerkannt sind, wächst auch die Bereitschaft, sich einzubringen, mitzumachen und diese Gesellschaft mit ihren Erfahrungen, Perspektiven und ihrem Engagement zu bereichern.
Mein Dank gilt der Verwaltung der Region Hannover und der Landeshauptstadt Hannover für die konstruktive Zusammenarbeit und die Entwicklung dieser Lösung. Wir freuen uns, dass es gelungen ist, auf vorhandene Erfahrungen aufzubauen und gemeinsam einen pragmatischen und tragfähigen Weg zu finden.
Mit dem heutigen Beschluss ist die Arbeit allerdings nicht abgeschlossen. Perspektivisch sollten wir gemeinsam darauf schauen, wie die Angebote noch stärker in die Fläche gebracht werden können. Nicht jede und jeder findet selbstverständlich den Weg zu einer zentralen Beratungsstelle. Deshalb kann es sinnvoll sein, künftig auch über mobile oder dezentrale Angebote nachzudenken, um die Zugänglichkeit weiter zu verbessern.
Heute freue ich mich jedoch vor allem darüber, dass wir nach vielen Jahren einen wichtigen Schritt gehen und ein wichtiges Versprechen nun endlich in die Umsetzung bringen.
Vielen Dank.
ÖDA Stadtverkehr: Umzug des ÜSTRA Servicecenters
Vorgesehener Redebeitrag des stellv. verkehrspolitischen Sprechers Frank Straßburger
Sehr geehrte Frau Vorsitzende, meine Damen und Herren,
die SPD-Fraktion wird dem Umzug des ÜSTRA-Service-Centers zustimmen.
Ja, wir sehen die hohen Kosten. Und selbstverständlich ist es unsere Pflicht, gerade bei einem kommunalen Unternehmen sorgfältig mit öffentlichen Mitteln umzugehen.
Deshalb haben wir uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Doch Politik bedeutet nicht, nur auf die Kosten von heute zu schauen, sondern auch auf den Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger von morgen.
Lassen Sie mich auch auf die Frage der Notwendigkeit eingehen. Dieser Umzug erfolgt nicht, weil man sich vergrößern oder einen besseren Standort gönnen möchte. Er erfolgt, weil die bisherigen Rahmenbedingungen keine langfristig tragfähige Perspektive mehr bieten.
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Die ÜSTRA braucht ein Service-Center, das dauerhaft erreichbar, barrierefrei, sichtbar und den heutigen Anforderungen an Kundenberatung und Vertrieb gewachsen ist.
Wer mehr Menschen für den ÖPNV gewinnen will, muss ihnen auch einen zeitgemäßen und gut erreichbaren Service anbieten. Stillstand wäre hier keine kostengünstige Alternative, sondern würde langfristig zu Qualitätsverlusten führen.
Das ÜSTRA-Service-Center ist für viele Menschen die zentrale Anlaufstelle rund um den öffentlichen Nahverkehr.
Besonders ältere Menschen, Gelegenheitsfahrerinnen und -fahrer, Schülerinnen und Schüler oder Personen mit Beratungsbedarf sind auf einen gut auffindbaren und leicht erreichbaren Standort angewiesen.
Mit dem neuen Standort in zentraler Lage wird die Sichtbarkeit und Erreichbarkeit des Kundenservices deutlich verbessert.
Wir befinden uns mitten in einer Zeit des Mobilitätswandels. Wir wollen mehr Menschen für Bus und Bahn gewinnen, wir investieren in den Ausbau des ÖPNV und werben für klimafreundliche Mobilität.
Dazu gehört auch ein moderner, attraktiver und kundenorientierter Service. Ein Nahverkehrsunternehmen muss dort präsent sein, wo die Menschen unterwegs sind. Genau dafür steht dieser Umzug.
Natürlich darf ein solcher Schritt kein Prestigeprojekt sein. Die Wirtschaftlichkeit muss auch künftig kritisch begleitet werden. Aber allein die Höhe der Kosten darf nicht das einzige Entscheidungskriterium sein.
Wenn ein zentraler Standort die Erreichbarkeit verbessert, die Kundenberatung stärkt und die ÜSTRA als Dienstleister näher an die Menschen bringt, dann entsteht ein Mehrwert, der sich nicht allein in Quadratmeterpreisen messen lässt.
Deshalb sagen wir: Die Investition ist hoch, aber sie ist begründbar. Sie ist ein Bekenntnis zu einem starken öffentlichen Nahverkehr und zu einem Service, der die Menschen in den Mittelpunkt stellt.
Aus diesen Gründen stimmen wir dem Beschlussvorschlag zu.
Vielen Dank.
++ Die SPD-Fraktion unterwegs in der Region Hannover ++
AG FRO und AUK vor Ort: Hochwasserschutz braucht Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg
Gemeinsam mit der SPD-Fraktion im Stadtrat Hemmingen haben unsere AGen Feuerschutz, Rettungswesen und allgemeine Ordnungsangelegenheiten (FRO) sowie die Umwelt und Klimaschutz (AUK) über die Zukunft des Hochwasserschutzes in der Region Hannover diskutiert.
Besonders erfreulich: Die Hochwasserpartnerschaft mit inzwischen zwölf Kommunen ist Realität geworden. Damit wurde eine Initiative umgesetzt, die Ende 2024 auf Anregung der SPD-Hemmingen von der SPD-Regionsfraktion auf den Weg gebracht wurde.
Die Erfahrungen des Winterhochwassers 2023/24 haben gezeigt, wie wichtig abgestimmtes Handeln, gemeinsame Vorsorge und ein enger Austausch zwischen den Kommunen sind.
Im Gespräch wurde deutlich, welche nächsten Schritte erforderlich sind: ein Hochwasserkompetenzzentrum als zentrale Anlaufstelle für Forschung, Beratung und Umsetzung von Schutzmaßnahmen, eine bessere Abstimmung in den relevanten Strukturen sowie Klarheit darüber, welche Mittel aus dem Sondervermögen künftig für den Hochwasserschutz eingesetzt werden können.
Vielen Dank an die SPD Hemmingen für den fachlichen Austausch und die Impulse vor Ort. Es zeigt sich: Gute kommunale Ideen können wichtige Entwicklungen für die gesamte Region anstoßen.
AG SWT vor Ort: Besuch im Freiwilligenzentrum Hannover
Am 15. Juni 2026 waren Mitglieder der AG Soziales, Wohnungswesen und Teilhabe (SWT) zu Besuch im Freiwilligenzentrum Hannover.
Seit 1999 wird hier Engagement ganz praktisch organisiert – mit fast 12.000 vermittelten Ehrenamtlichen und Kooperationen mit rund 650 Organisationen in der gesamten Region.
Neben dieser Vermittlung gibt es auch neun eigene Projekte, die ganz unterschiedliche Bereiche des gesellschaftlichen Zusammenhalts stärken.
AGen SKS und JHA vor Ort: Besuch bei der Anna-Siemsen-Schule
Am 11. Juni 2026 besuchten Mitglieder der AGen Schulen, Kultur und Sport (SKS) und Jugendhilfe (JHA) gemeinsam die BBS Anna-Siemsen an ihrem 2. Standort in der Südstadt.
Dort befindet sich die Abteilung Sozialpädagogik. Seit einem Jahr nun werden Jugendliche und junge Erwachsene in sozialpädagogischen Berufen, wie z.B. Sozialassistenz, ausgebildet. Damit wird es möglich, dass Betreuungseinrichtungen mittelfristig mehr Fachpersonal einstellen können, somit Familien Entlastung bieten und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie stärken können.
Fraktion vor Ort: Digitale Infrastruktur in der Region Hannover
Im Data Center Sehnde von Avacon konnte sich unsere Fraktion ein umfassendes Bild von moderner, hochsicherer IT-Infrastruktur machen. Auf einer Fläche von rund 2.000 m² entsteht hier ein zentraler Standort für die zuverlässige und geschützte Verarbeitung sensibler Daten.
Ob Kommunen, Unternehmen aus der kritischen Infrastruktur oder IT-Dienstleister. Alle sind auf verlässliche Systeme angewiesen, die höchsten Anforderungen an Datenschutz, Ausfallsicherheit und physische Sicherheit gerecht werden. Genau hier setzt das Rechenzentrum mit mehrstufigen Zutrittskonzepten, redundanter Technik sowie ausgefeilten Sicherheits- und Brandschutzsystemen an.
Auch beim Thema Nachhaltigkeit wird Verantwortung übernommen. Insbesondere durch den Einsatz erneuerbarer Energien und eine effiziente Kühl- und Energietechnik im laufenden Betrieb.
Ein wichtiger Baustein für digitale Resilienz, Versorgungssicherheit und digitale Souveränität in der Region Hannover.
AG SWT vor Ort: Wie schaffen wir mehr Wohnraum für Menschen in schwierigen Lebenslagen?
Wie schaffen wir mehr Wohnraum für Menschen in schwierigen Lebenslagen? Darüber hat sich unsere AG Soziales, Wohnungswesen und Teilhabe (SWT) bei einem Besuch mit der Sozialen Wohnraumhilfe ausgetauscht.
Die Soziale Wohnraumhilfe betreut aktuell 375 Wohnungen und wächst kontinuierlich weiter – nicht nur in Hannover, sondern zunehmend auch in den Umlandkommunen. Die Wohnungen werden gezielt an Menschen in Wohnungsnotlagen vergeben und alle Bewohnenden erhalten Zugang zur Mieterberatung der Sozialen Wohnraumhilfe.
Besonders wichtig: Die Soziale Wohnraumhilfe ist der einzige Sozialpartner, der für die Region Hannover die Vergabe von Belegrechtswohnungen vornehmen darf.
Damit leistet sie einen unverzichtbaren Beitrag für mehr soziale Teilhabe und ein sicheres Zuhause für Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind.
AG Mittagessen vor Ort: Gute Essensversorgung beginnt lange vor dem Mittagstisch
Die AG Mittagessen durfte die Hannoverschen Werkstätten in Laatzen besuchen und spannende Einblicke in die Großküche, die hauseigene Bäckerei und Schlachterei erhalten.
Besonders beeindruckend war zu sehen, wie Inklusion gelebt wird: Unterschiedliche Fähigkeiten werden hier nicht als Hindernis, sondern als Stärke verstanden.
Vielen Dank für die spannenden Einblicke und den offenen Austausch!
AG Gleichstellung vor Ort: Tag der Offenen Tür im AWO-Frauenhaus in Burgdorf
Am 4. Juni 2026 besuchten die Mitglieder der AG Gleichstellung, Integration, Antidiskriminierung und Diversität (GIDA), Cornelia Busch (gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Regionsfraktion) und Matthias Paul den Tag der offenen Tür des AWO-Frauenhauses in Burgdorf.
Normalerweise sind Frauenhäuser zum Schutz der Frauen und ihrer Kinder anonym. Das AWO-Frauenhaus in Burgdorf ist hier strategisch anders aufgestellt und nicht-anonym. Unter einer bekannten Adresse haben Frauen die Möglichkeit, Besuch zu empfangen und selbst zu entscheiden, wer wissen darf, wo sie wohnen. Um jedoch allen Bewohnerinnen den bestmöglichen Schutz zu ermöglichen, findet vor jeder Aufnahme eine Gefährdungsanalyse statt und es gibt trotzdem strikte Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der Hausbewohnerinnen und der Mitarbeiterinnen im Haus.
Am Tag der offenen Tür durften alle Besucher:innen die Räumlichkeiten kennenlernen, wie z. B. den Kinderspielraum, die Küche, eine aktuelle freie Wohnung sowie die Außenanlagen.
Während des Rundgangs diskutierten alle Beteiligten, darunter viele Sozialarbeiterinnen, die aktuelle Gesetzeslage, die Änderungen im Gewaltschutzgesetz und die dringend gebotene Eile zur Anwendung der elektronischen Fußfessel. Genau für solche Gespräche und Eindrücke sind unsere Besuche wichtig: denn nur so kann Politik aus erster Hand die Bedarfe und Sorgen erfahren und politische Impulse mitnehmen.
AGen AUK und RNME vor Ort: Wie steht es um die Zukunft des Steinhuder Meeres?
Darüber haben sich die AG Umwelt- und Klimaschutz (AUK) sowie die AG Regionalplanung, Naherholung, Metropolregion und Europa (RNME) mit dem Verein zum Erhalt des Steinhuder Meeres ausgetauscht. Ein zentrales Thema war dabei die zunehmende Verschlammung des Sees – eine Entwicklung, die Auswirkungen auf Ökologie, Wasserqualität, Wassersport und Tourismus hat. Dabei wurde deutlich: Der Schutz des Steinhuder Meeres braucht langfristige Lösungen, engagierte Akteure und eine starke regionale Zusammenarbeit.
Vielen Dank für die spannenden Einblicke und den offenen Dialog. Wir nehmen viele wichtige Impulse für unsere politische Arbeit mit.
Ein Blick hinter die Kulissen des Erlebnis-Zoos Hannover
Am 29. Mai 2026 besuchten Mitglieder der SPD-Regionsfraktion im Rahmen eines Termins der AG Regionalplanung, Naherholung, Metropolregion und Europa den Erlebnis-Zoo Hannover.
Bei einem Rundgang konnten spannende Einblicke in die tägliche Arbeit, aktuelle Entwicklungen und zukünftige Projekte gewonnen werden. Im anschließenden Vortrag wurden Herausforderungen und Perspektiven für die weitere Entwicklung des Zoos vorgestellt und diskutiert. Vielen Dank für die interessanten Einblicke und den offenen Austausch.
Bereisung des Ausschusses für Abfallwirtschaft
Am 27. Mai 2026 waren Mitglieder unserer AG Abfallwirtschaft im Rahmen der Bereisung des Ausschusses für Abfallwirtschaft an verschiedenen Standorten unterwegs.
Von der Behälterwerkstatt in der Südfeldstraße über die Unterflurbehälter in der Wasserstadt Limmer bis hin zur Deponie Lahe mit Einblicken in Biomassestrategie, Kompostierung und Vergärung.
Der Tag hat gezeigt, wie vielfältig, innovativ und zukunftsorientiert moderne Abfall- und Kreislaufwirtschaft aufgestellt ist. Vielen Dank an alle Beteiligten für die spannenden Einblicke und den konstruktiven Austausch vor Ort.
Schulbau ist mehr als Bauplanung - SPD-Regionsfraktion fordert optimierte Priorisierungsliste für Schulbaumaßnahmen
Die SPD-Regionsfraktion begrüßt die erstmalige Vorlage der Informationsdrucksache 5121 „Priorisierung der Baumaßnahmen der Region Hannover“ und die Vorstellung erster Ergebnisse als Diskussionsgrundlage für die politische Debatte.
„Die Drucksache ist ein wichtiger erster Schritt hin zu mehr Transparenz. Gleichzeitig wird deutlich, dass die vorgelegte Liste den eigentlichen politischen Auftrag der Regionsversammlung bislang nicht erfüllt“, erklärt Silke Gardlo, finanzpolitische Sprecherin der SPD-Regionsfraktion.
„Wir haben als SPD-Fraktion eine Priorisierung der Schulbaumaßnahmen gefordert – keine rein architektonische Betrachtung sämtlicher Bauprojekte“, ergänzt Thilo Scholz, schulpolitischer Sprecher der SPD-Regionsfraktion. „Schulbau ist keine reine Architekturaufgabe. Wer ausschließlich Planungsstände und Baureife bewertet, verfehlt den eigentlichen Zweck von Investitionen in Bildung. Schulen sind Lernorte, soziale Räume und zentrale Bestandteile unserer Bildungsinfrastruktur.“
Die Regionsversammlung hatte bewusst den Auftrag erteilt, eine transparente und nachvollziehbare Grundlage für die strategische Planung von Investitionen in die Förderschulen und Berufsbildenden Schulen zu schaffen. Ziel war es, Verlässlichkeit für Schulen, Schulleitungen, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler herzustellen und zukünftige Bedarfe frühzeitig sichtbar zu machen.
Aus Sicht der SPD-Regionsfraktion müssen deshalb pädagogische, gesellschaftliche und gesetzliche Anforderungen deutlich stärker in die Bewertung einfließen. Dazu gehören unter anderem die Schulentwicklungsplanung, der tatsächliche Bedarf an Schulplätzen, der Ausbau der Ganztagsangebote, die Umsetzung inklusiver Bildungsangebote sowie die Erfüllung gesetzlicher Verpflichtungen.
Die derzeitige Priorisierung ist jedoch zu stark aus einer verwaltungs- und bautechnischen Perspektive gedacht. Insbesondere Aspekte der Baureife werden faktisch doppelt bewertet, während der fachliche Bedarf und rechtliche Erfordernisse nur einfach berücksichtigt werden. Diese Gewichtung wird der bildungs- und gesellschaftspolitischen Bedeutung des Schulbaus nicht gerecht.
„Es ist nicht vermittelbar, dass verwaltungsinterne Planungsstände stärker ins Gewicht fallen als fehlende Schulplätze, gesetzliche Ansprüche oder die pädagogischen Anforderungen unserer Schulen“, so Regina Hogrefe, Fraktionsvorsitzende der SPD-Regionsfraktion.
Die politische Debatte im gemeinsamen Sonderausschuss von OPFD und SKS am 18. Juni 2026 ist deshalb notwendig und wichtig.
Die SPD-Regionsfraktion erwartet, dass die dazu angekündigte Beschlussdrucksache im Dezember eine echte Priorisierung der Schulbaumaßnahmen enthält, die den politischen Auftrag der Regionsversammlung aufgreift und Bildung konsequent in den Mittelpunkt stellt. Gerade im Bereich der Förderschulen besteht akuter Handlungsbedarf. Kinder und Jugendliche mit besonderen Unterstützungsbedarfen dürfen nicht länger unter unzureichenden räumlichen Bedingungen lernen müssen.
Darüber hinaus fordert die SPD-Regionsfraktion einen verbindlichen und regelmäßig fortgeschriebenen Investitionsplan für die kommenden zehn Jahre. Schulen brauchen Planungssicherheit und müssen verlässlich wissen, wann Projekte umgesetzt werden können.
Für Silke Gardlo ist dabei aus finanzpolitischer Sicht entscheidend: „Wie steht es um die Umsetzungskapazitäten? Welche finanziellen Spielräume sind vorhanden? Die Region Hannover muss alle verfügbaren Instrumente nutzen, um den Investitionsstau im Schulbau abzubauen. Dazu gehören neben der klassischen Umsetzung durch die Verwaltung auch die Möglichkeiten der Schulbau Region Hannover GmbH, modulare Bauweisen sowie General- und Totalunternehmermodelle.“
Thilo Scholz fasst zusammen: „Am Ende geht es nicht nur um Tabellen und Rangfolgen. Es geht darum, moderne, inklusive und zukunftsfähige Lernorte für junge Menschen in der Region Hannover zu schaffen. Bildung muss bei Investitionen oberste Priorität haben.“
Meilenstein in der Berufsorientierung - Erfolgreiches Ausbildungslots*innen-Projekt wird ausgeweitet
Die SPD-Regionsfraktion begrüßt ausdrücklich die Ausweitung des erfolgreichen Projekts der Ausbildungslots*innen auf sechs weitere Schulen in der Region und Stadt Hannover, die in der heutigen Regionsversammlung beschlossen wurde. Zum 1. August 2026 kommen zu den 27 Bestandsschulen folgende Schulen in das Projekt hinzu:
- IGS Seelze
- KGS Laatzen
- Pestalozzischule Hannover
- Leibniz IGS Langenhagen
- Werner-von-Siemens-Schule Hannover
- Realschule Misburg.
Dafür stellt die Region Hannover insgesamt 683.400 Euro bereit. Zusätzlich wird das ergänzende Projekt „CORA Connect“ mit 77.151 Euro gefördert, um die Mobilität und Berufswahlkompetenz von Schüler*innen weiter zu stärken. 55 Prozent der Kosten übernimmt die Region Hannover, 45 Prozent übernimmt die Agentur für Arbeit. Hinzu kommen Mittel des Jobcenters Region Hannover im Rahmen des Projekts „Startklar“.
Fraktionsvorsitzende Regina Hogrefe, in deren Wahlbereich die Pestalozzischule Hannover und die Realschule Misburg liegen, sagt dazu: „Mit den Ausbildungslots*innen setzen wir seit Jahren auf individuelle Förderung. Jetzt können wir noch mehr junge Menschen erreichen, besonders an Schulen mit hohem Förderbedarf.“
Dr. Robert Schmitz, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion und Abgeordneter desselben Wahlbereichs, hebt die Bedeutung des Projekts für die beiden Schulen hervor: „Die Ausbildungslots*innen werden hier Brücken bauen zwischen Schulen, Betrieben und den Jugendlichen selbst. Dass wir dies gemeinsam mit dem Jobcenter und der Agentur für Arbeit stemmen, zeigt: In der Region Hannover ziehen alle an einem Strang, um allen Schüler*innen eine gute Berufsorientierung zu ermöglichen.“
Anja Sander, stellvertretende Fraktionsvorsitzende, unterstreicht die Relevanz für die Leibniz IGS Langenhagen: „Die Leibniz IGS ist eine Schule mit großer sozialer Verantwortung. Hier erreichen wir Jugendliche, die oft weniger Unterstützung aus dem Elternhaus erfahren. Die Ausbildungslots*innen sind für sie ein verlässlicher Anker und ein Beweis dafür, dass die SPD-Fraktion ihre Versprechen einlöst.“
Thilo Scholz, bildungspolitischer Sprecher der Fraktion, betont den Nutzen für die Werner-von-Siemens-Schule Hannover: „Technische Berufe haben Zukunft und genau hier setzt die Werner-von-Siemens-Schule an. Mit den Ausbildungs-lots*innen können wir den Schüler*innen zeigen, welche vielfältigen Wege in die Arbeitswelt führen. Das Projekt ist ein zentraler Baustein, um die Passung von verfügbaren Ausbildungsplätzen und der Jugendlichen, die auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind, zu erhöhen.“
Johannes Seifert, jugendpolitischer Sprecher der Fraktion, freut sich über die Aufnahme der IGS Seelze: „Die IGS Seelze steht für Vielfalt und Inklusion. Genau hier brauchen wir starke Berufsorientierung. Mit den Ausbildungslots*innen geben wir den Schüler*innen Werkzeuge an die Hand, um ihren Weg in die Arbeitswelt selbstsicher zu gestalten. So geht Chancengerechtigkeit.“
+++ Aus der Fraktion +++ Unsere Sprecher:innen +++
Interview mit dem Regionsabgeordneten Jonas Farwig
Verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Regionsfraktion
In welchem Wahlbereich bist du tätig, und wie lange bist du schon Mitglied der Regionsversammlung?
Mein Wahlbereich umfasst die Kommunen Hemmingen, Ronnenberg, Springe und Wennigsen im Süden der Region Hannover. Ich bin seit November 2022 Mitglied der Regionsversammlung.
In welchen Ausschüssen vertrittst du die Fraktion, und welche Rolle spielst du dort?
Ich bin Mitglied im Abfallausschuss, dem Ausschuss für Regionalplanung, Naherholung, Metropolregion und Europaangelegenheiten und dem Verkehrsausschuss. Dort bin ich unser Sprecher.
Du bist Sprecher der Fraktion für Verkehrspolitik. Welche Themen werden dort bearbeitet und warum hast du dich für diesen Bereich entschieden?
Im Verkehrsausschuss kümmern wir uns um den öffentlichen Personennahverkehr: Von der Üstra und regiobus über die S-Bahn, den Sprinti, das Sprintrad und vieles mehr. Wir haben aber auch die Zuständigkeit für unsere Regionsstraßen und die dazugehörigen Radwege. Durch eine gute Verkehrspolitik wollen wir die Nutzung des ÖPNV im Umland genau so ermöglichen, wie in der Stadt Hannover.
Viele Themen in unserem Ausschuss betreffen die Menschen direkt, sowohl positiv, als auch negativ. Das macht die Arbeit so spannend.
Was beschäftigt dich inhaltlich und persönlich am meisten und welche Prioritäten setzt du in deiner Arbeit?
Gibt es ein Projekt, das du in den kommenden Jahren voranbringen möchtest?
Die Situation bei der S-Bahn beschäftigt mich persönlich – ich pendle fünf Tage die Woche mit der S-Bahn zwischen Wennigsen und Hannover – aber auch politisch am stärksten. Hier versuchen wir immer wieder Verbesserungen für die Pendler*innen zu erreichen: durch eine Verbesserung der Kommunikation im Störungsfall, die Vorhaltung weiterer Personale für kurzfristige Ausfälle und viele weitere kleine weitere Maßnahmen. Im Ergebnis ist die Situation für viele Nutzer*innen aber nur schwer erträglich. Zu wenige verfügbare Wagen führen zu Ausfällen und überfüllten Zügen, häufige Probleme mit der Infrastruktur bringen den Zugverkehr immer wieder zum Erliegen. Trotzdem bleiben wir an dem Thema dran.
Daneben gibt es aber auch viele Angebote, die unseren ÖPNV besonders attraktiv machen, wie den Sprinti und unsere Üstra. Darauf können wir stolz sein.
Was schätzt du an der Region Hannover besonders? Gibt es Orte oder Besonderheiten, die dir besonders am Herzen liegen und die du unseren Leser*innen empfehlen kannst?
Als Wennigser bin ich besonders mit dem Deister verwachsen. Der Blick aus dem Deister auf das Calenberger Land ist immer wieder etwas besonders. Eine Wanderung zu den Wasserrädern oder eine Radtour am Waldrand ist ebenfalls zu empfehlen.
Wenn du einen Wunsch für die Zukunft der Region Hannover frei hättest, welcher wäre das?
Der Anspruch der Region muss es bleiben den Menschen in allen Kommunen gleichwertige Lebensverhältnisse zu ermöglichen. Daran will ich weiter mitarbeiten.