Veranstaltung "Satt lernt besser!": SPD-Regionsfraktion startet Debatte über kommunale Regionsküche(n) für Schulen
Die SPD-Regionsfraktion der Region Hannover lud am 26. Mai 2026 zur Veranstaltung „Satt lernt besser!“ ins Haus der Region Hannover ein. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie eine gesunde, qualitativ hochwertige und familienentlastende Mittagsverpflegung an Schulen künftig organisiert werden kann. Die mit mehr als 60 sachkundigen Teilnehmenden sehr gut besuchte Veranstaltung knüpfte an den gemeinsamen Antrag von SPD und Bündnis 90/Die Grünen zur Prüfung einer bzw. mehreren kommunalen „Regionsküchen“ an.
Ziel ist es, die Voraussetzungen für eine nachhaltige, flächendeckende und bezahlbare Schulverpflegung in der Region Hannover zu schaffen.
Regina Hogrefe, Vorsitzende der SPD-Regionsfraktion, eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die Gäste auf dem Podium sowie im Saal. Sie betonte, dass sich die SPD-Regionsfraktion beim Thema Schulverpflegung „in einem historischen Momentum“ befinde: „Städte wie Rostock oder Göttingen haben sich bereits auf den Weg gemacht, und viele weitere Kommunen beschäftigen sich ebenfalls mit dem Thema. Diese Gleichzeitigkeit zeigt: Gutes und leckeres Essen für Kinder und Jugendliche ist ein gesamtgesellschaftliches Anliegen. Es fördert Bildungsgerechtigkeit, entlastet Familien und ist ein wichtiger Baustein für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“
Weiter erläuterte Hogrefe, dass die SPD-Regionsfraktion eigens eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe eingerichtet habe, in der Abgeordnete aus verschiedenen Fachbereichen zusammenarbeiten, um die unterschiedlichen Perspektiven und Expertisen zusammenzuführen.
Eva Bender, Dezernentin für Kultur und Bildung der Landeshauptstadt Hannover, führte als Impulsgeberin in das Thema ein. Im Anschluss diskutierten Expert*innen aus Politik, Landwirtschaft, Schulwesen und Lebensmittelverarbeitung in drei sogenannten „Power-Talk“-Runden darüber, wie gesundes Mittagessen organisiert werden kann, wie eine Regionsküche konkret arbeiten könnte und wie Familien organisatorisch entlastet werden können.
Zu den Podiumsgästen gehörten unter anderem Joachim Banse von der Hofmolkerei Banse, Nadine Ziegler von der BBS 2 Hannover als Schule für gastronomische Ausbildungsberufe, die Geschäftsführerin Anja Holmer von Pro Beruf sowie Moritz Feldkamp stellvertretend für den Regionsschüler*innenrat. Auch Vertreter*innen aus Schule, Wirtschaft und Elternschaft brachten die Perspektiven aus dem Alltag ein und lieferten damit wichtige Impulse für die politische Debatte.
Thilo Scholz, schulpolitischer Sprecher der SPD-Regionsfraktion, und Walter Zychlinski, stellvertretender Sprecher für Schule, Kultur und Sport, moderierten die jeweils 15-minütigen Gesprächsrunden. Johannes Seifert, jugendpolitischer Sprecher der SPD-Regionsfraktion, koordinierte die Zeitabläufe und moderierte den Austausch mit dem Publikum im Anschluss an die Diskussionen.
Die SPD-Regionsfraktion sieht in einer kommunalen Regionsküche die Chance, verbindliche Qualitätsstandards festzulegen, regionale Lieferketten zu stärken und die Versorgungssicherheit an Schulen langfristig zu verbessern. Gleichzeitig sollen soziale Aspekte, Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Tragfähigkeit berücksichtigt werden.
Thilo Scholz zog zum Abschluss ein positives Fazit der Veranstaltung: „Gutes Essen ist ein wichtiger Bestandteil von Bildungsgerechtigkeit. Kein Kind sollte hungrig lernen müssen. Mit der Idee von Regionsküchen wollen wir neue Wege gehen, um Qualität, Verlässlichkeit und soziale Teilhabe zusammenzubringen. In den vergangenen Monaten haben wir zahlreiche Gespräche geführt, Informationen gesammelt sowie Küchen und Inklusionsbetriebe besucht. Die heutige Veranstaltung verstehen wir als wichtigen Impuls und zugleich als Auftrag, die Idee einer guten Schulessen-Versorgung in der Region Hannover konsequent weiterzuverfolgen – gemeinsam mit allen Beteiligten. Wir wollen keine Politik machen, die an der Lebensrealität vorbeigeht, sondern gemeinsam praktikable Lösungen entwickeln und umsetzen.“