Innovativer Schulbau in der Region Hannover: SPD-Regionsfraktion unterstützt Anmietung des ehemaligen Kaufhof-Warenhauses als Teil einer langfristigen Bildungsstrategie
Mit der geplanten Anmietung des ehemaligen Kaufhof-Warenhauses in der Seilwinderstraße 8 stellt die Region Hannover nach Auffassung der SPD-Regionsfraktion eine zentrale Weiche für die Schulentwicklung der kommenden Jahrzehnte. Somit wird die konsequente Schulbaupolitik der vergangenen Jahre vorangetrieben.
„Das ist der wichtigste Beschluss zum Schulbau dieser Legislaturperiode, wenn nicht sogar der letzten zehn Jahre.
Die Region Hannover braucht moderne, flexible und schnell verfügbare Schulräume. Dafür setzen wir bewusst auf einen Instrumentenmix – von Neubau und Sanierung über Anmietungen bis hin zu modularen und innovativen Lösungen“, erklärt Thilo Scholz, schulpolitischer Sprecher der SPD-Regionsfraktion.
In den letzten Jahren hat die Region bereits wichtige Beschlüsse gefasst, um den Schulbau zu beschleunigen und zukunftsfähig aufzustellen. Dazu zählen unter anderem der Neubau bzw. die Sanierung von Schulen durch die Regionsverwaltung, etwa bei der Förderschule Am Wasserwerk in Burgdorf, neu angemietete Schulstandorte wie die Außenstelle der Alice-Salomon-Schule in der Südstadt, der geplante Neubau der BBS Multimedia auf dem Expo-Gelände sowie modulare Übergangslösungen, beispielsweise an der Förderschule Janusz-Korczak in Springe. Ergänzt wird diese Strategie durch die neue Schulbaugesellschaft der Region Hannover, die künftige Projekte effizienter umsetzen soll.
Mit der Anmietung des Gebäudes in der Seilwinderstraße 8 kommt nun ein weiterer Baustein hinzu: die innovative Umnutzung eines ehemaligen Warenhauses zu einem modernen Schulstandort für die BBS Cora-Berliner. Aus Sicht der SPD-Regionsfraktion verbindet dieses Projekt mehrere zentrale Ziele zugleich: schnelle Verfügbarkeit dringend benötigter Schulflächen, nachhaltige Nutzung bestehender Bausubstanz, neue Impulse für die Innenstadtentwicklung sowie moderne Lehr- und Lernlandschaften für die berufliche Bildung.
„Gerade in Zeiten knapper Flächen und steigender Baukosten müssen wir beim Schulbau auch ‚outside the box‘ denken. Die Umnutzung bestehender Gebäude kann ein Schlüssel sein, um Bildung schneller, nachhaltiger und wirtschaftlich sinnvoll zu organisieren“, so der schulpolitische Sprecher Thilo Scholz. Leerstehende Warenhäuser böten bundesweit Chancen für neue Nutzungen – die Region Hannover übernimmt hier eindeutig eine Vorreiterrolle im Hinblick auf innovative Umsetzung schulbaupolitischer Maßnahmen.
Die geplante Zusammenführung der bisherigen Standorte der BBS Cora-Berliner stärkt zudem die Schulgemeinschaft und wertet die berufliche Bildung sichtbar auf, da sich alle Beteiligten auf das neue Gebäude freuen.
Gleichzeitig löst der Umzug den gordischen Knoten in der Schulbaupolitik: der Umzug ermöglicht einen Ringtausch bei Berufsschulgebäuden, wodurch bestehende Standorte saniert und anschließend anderen Schulen zur Verfügung gestellt werden können. Dadurch entstehen zusätzliche Kapazitäten und langfristige Verbesserungen für die gesamte berufliche Schullandschaft in der Region.
Die vorliegende Wirtschaftlichkeitsberechnung belegt aus Sicht der SPD-Regionsfraktion, dass die Anmietung eine vernünftige und realistische Option darstellt – weil ein Neubau wesentlich teurer in der Gesamtsumme wäre, die Bauzeit viel zu lang dauern würde und es auch momentan kein verfügbares Grundstück für einen solchen gibt.
Für Walter Zychlinksi, stv. schulpolitischer Sprecher, steht fest: „Die Bildungslandschaft der Region Hannover wird nicht durch einzelne Großprojekte modernisiert, sondern durch eine strategische Kombination unterschiedlicher Maßnahmen und den Mut zu neuen Ideen. Mit der Anmietung des ehemaligen Kaufhof-Warenhauses wird ein attraktiver und zukunftsfähiger Lernort geschaffen.“