Die SPD-Regionsfraktion in der Region Hannover möchte, dass Kinder und Jugendliche an Schulen künftig verlässlich ein gesundes, gutes, bezahlbares und leckeres Mittagessen bekommen. Deshalb brachte die SPD-Regionsfraktion gemeinsam mit ihrem Koalitionspartner Bündnis 90/Grüne im Mai 2026 einen Antrag zur Umsetzung einer gesunden und qualitativ hochwertigen und familienentlastenden Mittagessenversorgung in Schulen in der Region Hannover durch den Aufbau kommunaler Regionsküchen auf den Weg. 

Nach diversen Gremienberatungen wurde diesem Antrag nun final in der heutigen Regionsversammlung vom 06. Oktober 2026 mit einigen Änderungen zugestimmt.

Dabei eingearbeitete Änderungen zielen vor allem auf eine dezentrale Versorgung durch mehrere Regionsküchen ab sowie auf eine umfassende kommunale Zusammenarbeit mit Partner*innen aus dem Bereichen Nahrungsmittelherstellung, Catering und Produktion. 

Außerdem wurde eine Beschlussdrucksache der Verwaltung, welche die Entwicklung einer Ernährungsstrategie als Bestandteil der Klimaschutzstrategie der Region Hannover beinhaltet, mit dem Antrag harmonisiert.

Der vorliegende Antrag zur Mittagessenversorgung ist noch kein Investitionsbeschluss für eine Mittagessenversorgung, sondern eine Zustimmung zur seriösen Ermittlung zentraler Parameter wie 

  • Eigenbetrieb oder Kooperation; 
  • Nutzungskosten vorhandener Küchen, 
  • Preise pro Gericht usw.

Dieser Antrag dient als politischer Auftrag, um eine belastbare Entscheidungsgrundlage zur weiteren Diskussion zu schaffen.

„Kein Kind darf wegen des Geldbeutels der Eltern schlechter essen oder auf ein warmes Mittagessen verzichten müssen“, erklärt Thilo Scholz, schulpolitischer Sprecher der SPD-Regionsfraktion. „Gerade mit dem Ausbau der Ganztagsschulen wird gutes Essen in der Schule immer wichtiger – für die Gesundheit, die Konzentration und faire Chancen für alle Kinder.“

Derzeit gibt es in der Region Hannover viele unterschiedliche Modelle der Schulverpflegung. Qualität, Preise und Angebote unterscheiden sich oft stark von Schule zu Schule. Das möchte die SPD mit ihrem angepassten Antrag ändern. „Unser Ziel ist eine gerechtere und verlässliche Versorgung mit gesunden Mahlzeiten – unabhängig davon, wo ein Kind zur Schule geht.“ erläutert Johannes Seifert, jugendpolitischer Sprecher in der SPD-Regionsfraktion.

Mit einer Mittagessenversorgung in kommunalen Regionsküchen könnte die Region Hannover künftig selbst stärker Verantwortung übernehmen: für gute Qualität, faire Preise und regionale Lebensmittel. Durch die Einbindung von Landwirt*innen und Produzent*innen sowie der Austausch mit inklusiven Großküchen gewinnt der gestellte Antrag an Substanz und stellt sich auf eine solide Basis. Walter Zychlinski, stv. Sprecher für Schule, Kultur und Sport, betont: „Für uns gehört zu einer guten Mittagessenversorgung auch die Nachhaltigkeit in der gesamten Wertschöpfungskette. Außerdem ist es uns ein wesentliches Anliegen, dass die Mitarbeiter*innen fair entlohnt werden und alle beteiligten Unternehmen sozial und inklusiv arbeiten. Damit kommen wir auch dem Auftrag der Verwaltung entgegen eine Ernährungsstrategie als Bestandteil der Klimaschutzstrategie der Region Hannover zu entwickeln.“

Für die SPD-Regionsfraktion steht beim Antrag dabei vor allem der soziale Gedanke im Mittelpunkt. Gute Ernährung darf keine Frage des Einkommens sein. Deshalb sollen gesunde Mahlzeiten für Familien bezahlbar bleiben. Gleichzeitig sollen Familien entlastet werden – auch durch digitale Lösungen bei Bestellung und Abrechnung des Mittagessens. 

Für Thilo Scholz bedeutet Mittagessenversorgung: „Wir wollen, dass jedes Kind in der Region Hannover Zugang zu gesundem Essen hat – unabhängig vom Einkommen der Eltern. Das ist für uns eine Frage der sozialen Gerechtigkeit – denn: Satt lernt besser!“